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Integrierte Managementsysteme
Integrierte Managementsysteme

Grundlagen für erfolgreiche Managementsysteme – Der erste Eindruck

Neben den ausgestellten Musterteilen in der futuristisch beleuchteten Vitrine und dem großen Wandbild des Standorts im modern eingerichteten Rezeptionsbereich wird der Blick auf die etwas weniger aufdringliche, jedoch auffällige Unternehmenspolitik, eingerahmt und groß ausgedruckt auf hochwertigem Papier mit stolzem Firmenlogo, geleitet.

Das Unternehmen präsentiert sich professionell. Aus gutem Grund. Ist es ja auch ein erfolgreicher Marktbegleiter, dem namhafte Kunden schon über Jahre ihr Vertrauen schenken. Bestätigt wird die Professionalität durch das deutliche Cluster der etwas kleineren, ebenfalls eingerahmten Ausdrucke der gültigen Zertifikate an der Wand, die dem schweifenden Blick von der Sitzgruppe aus ins Auge fallen. Ein gelungener und überzeugender Eindruck.

Interne und externe Perspektive

Dieses Szenario stellt die übliche Perspektive dar, die nach außen gerichtet ist. Mission, Vision und Politik: motivierende Worte, die den Außenstehenden beeindrucken.

Wird die Perspektive jedoch nach innen gerichtet, haben die Worte oft einen ganz anderen Charakter, wo Fragen nach dem praktischen Sinn aufkommen. Bei genauerem Blick bildet sich genau hier die Lücke zwischen Theorie und Praxis, die zwischen Erfolg oder Misserfolg in der Umsetzung einer Unternehmensstrategie entscheidend sein könnte.

Dabei leisten Audits von Managementsystemen einen wertvollen Beitrag, der keinesfalls zu unterschätzen ist.

Integrierte Managementsysteme

Integrierte Managementsysteme (IMS) sind allgemein bekannt, aber eine effektive Umsetzung ist noch immer selten.

Viele Unternehmen betrachten und entwickeln Qualitäts-, Umwelt-, Arbeitssicherheits-, Energie- und Informationssicherheitsmanagement als voneinander unabhängige Systeme, mit dem Fokus auf die täglichen Aktivitäten ohne die strategischen Ausrichtungen ausreichend zu berücksichtigen.

Bei Audits wird jedoch häufig die Lücke zur Umsetzung der Unternehmensstrategie nicht ganzheitlich betrachtet. Daher ist ein wirksames IMS schwer umzusetzen.

Schlüssel zur erfolgreichen Unternehmensstrategie

Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung einer ganzheitlichen Unternehmensstrategie sind die Mission, die Vision und die Unternehmenspolitik, die im Sinne eines IMS betrachtet werden müssen. Diese müssen in der gesamten Organisation verstanden werden.

Die Mission beschreibt den grundlegenden Zweck eines Unternehmens und seine Verantwortung gegenüber seinen Stakeholdern. Sie gibt Auskunft darüber, welchen Nutzen das Unternehmen für seine Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und die Gesellschaft insgesamt schafft. Eine klare und prägnante Mission kann dazu beitragen, das Engagement der Mitarbeiter zu steigern und die Orientierung des Unternehmens zu stärken.

Die Vision beschreibt das langfristige Ziel eines Unternehmens und gibt Auskunft darüber, wohin es sich entwickeln möchte. Sie gibt Orientierung und Inspiration für die Zukunft und kann dazu beitragen, das Unternehmen auf Wachstumskurs zu halten. Eine klare und ambitionierte Vision kann dazu beitragen, das Unternehmen von der Konkurrenz abzuheben und die Attraktivität für Investoren und Belegschaft zu steigern.

Die Unternehmenspolitik beschreibt die grundlegenden Richtlinien und Verfahren, die eine Organisation verfolgt, um ihre Ziele zu erreichen. Diese sollte dementsprechend die Erwartungen aller interessierten Parteien berücksichtigen. Entsprechend dient sie als Leitfaden für die Entwicklung und Umsetzung von Unternehmensprozessen und Verfahren. Bei Audits von Managementsystemen ist es wichtig, sicherzustellen, dass die Prozesse und die dafür verantwortlichen Mitarbeiter in Übereinstimmung mit der Unternehmenspolitik handeln.

Kontext der Organisation

Der Kontext der Organisation bezieht sich auf alle relevanten Umstände, unter denen das Unternehmen handelt, wie wirtschaftliche, politische, soziale und technologische Faktoren. Es kann auch als das Umfeld gesehen werden, in dem das Unternehmen existiert. Diese Faktoren können Einfluss auf die Prozesse und Verfahren in der Organisation nehmen und sollten bei Audits von Managementsystemen berücksichtigt werden. Ein gründliches Verstehen des Kontexts hilft dabei, die richtigen strategischen Entscheidungen zu treffen sowie schneller auf Veränderungen zu reagieren. Der Kontext ist die Grundlage jeder Norm für Managementsysteme, egal ob es sich um Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit, Energie oder Informationssicherheit handelt.

Audits der Führungsprozesse

Obwohl Normen für Managementsysteme auch sehr stark auf Führungsprozesse ausgelegt sind, wie z.B. die Themen „Kontext der Organisation“, „Führung“, „Planung“, sowie „Managementbewertung“ und „Verbesserung“ zeigen, werden jegliche direkten Berührungspunkte mit der obersten Leitung oft oberflächlich behandelt. Im Gegensatz dazu, werden Routineabläufe eines Unternehmens im Alltagsgeschäft, besonders die Prozesse in der Wertschöpfungskette gerne detailliert überprüft. Es ist also ein Ausgleich über die gesamte Bandbreite der Auditthemen erforderlich.

Indem der Fokus auch in Richtung Unternehmensführung gelenkt wird, dienen Audits somit auch als effektives Werkzeug des strategischen Managements. Dabei rückt die Bedeutung der Management-, bzw. der Führungsprozesse in den Mittelpunkt, die durch das Verständnis von Mission, Vision, Unternehmenspolitik unter Berücksichtigung des Kontexts der Organisation geprägt sind. Audits auf Führungsebene dienen also dem Zweck, Stärken und Schwächen der eingeführten Systematik des Managementsystems im Umgang mit Risiken im Rahmen des Kontexts der Organisation hervorzuheben. Dementsprechend können bei erkannten Schwächen Maßnahmen zur Gewährleistung der Unternehmensstrategie in einer dynamischen Welt getroffen werden.

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